Weisse Wueste Oasen


 Goldgelbe Dünenmeere, mondartige Landschaften  mit bizarren Steinformationen:
die Westliche Wüste, eine Fortsetzung der Sahara,  ist abwechslungsreich, aber schwer zugänglich, und ihre fünf Oasen gleichen kleinen Inseln auf dem Ozean.
Siwa, Bahariya, Farafra, Dakhla, Kharga sind durch eine 1.000 km lange Piste, die ein grosses Z beschreibt,  miteinander verbunden.

 

Bahariya Oase
 

Die vier Dörfer dieser Oase liegen verstreut in einer Art Becken,das von Dünen und schwarzen Vulkanfelsen umgeben ist.
Bis ins Mittelalter war Bahariya ein idealer Halt für Karawanen aus dem Maghreb auf ihrem Weg nach Mekka.
Aber die Zeiten des Wohlstandes sind lange vorbei, und die Oase verliert nach und nach immer mehr Bewohner, obwohl sie inzwischen über eine

Asphaltstrasse mit der Hauptstadt verbunden und einfach zu erreichen ist.

 

Farafra Oase
 

Farafra ist die kleinste der fünf Oasen.
Wenn Sie nach dem Besuch des überbevölkerten Niltals Ruhe und Besonnenheit suchen, sind Sie in Farafra genau richtig, selbst wenn die Oase schwer zu erreichen ist (zwei oder drei wöchentliche Busverbindungen ab Kairo).
Farafra befindet sich auf einer Ebene aus weissem Sand.
Hier und da versteckt sich in einem Fleckchen Grün eine Lehmhütte.
Ab Qasr el-Farafra, dem grössten Dorf der Oase, führen mehrere
Sandpfade durch den Palmenhain, in dem die Strahlen der Sonne
Versteck spielen.
Einen Ausflug in die etwa vierzig Kilometer von der Oase
entfernte Weisse Wüste sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

 

Dakhla Oase
 

Die Oase ist derart fruchtbar, dass man die Wüste fast vergisst.
Dakhla besteht aus Palmenhainen, Obstgärten und Gemüsebeeten.
Von Mut, dem grössten der zehn Dörfer aus führen Ausflüge
(meistens motorisiert, denn die Entfernungen sind beträchtlich)
zu sehenswerten Orten: Zum verlassenen Dorf el-Qasr, zur
Totenstadt Balat, zu den Tempel Deir el-Haggar oder den Ruinen
von Musawaka aus der Pharaonenzeit.

 

Kharga Oase
 

Die etwas tristen Wohnblocks und endlosen Hauptstrassen sind
Ausdruck für das unbestreitbar moderne Gesicht der Stadt Kharga,
deren einziger Zweck darin besteht, das Gebiet des Neuen Tals zu erschliessen.
Dies ist natürlich kein Ort, um das traditionelle Leben in einer Oase
anzutreffen! Kharga ist wegen einiger historischer Sehenswürdigkeiten
einen Besuch wert: Der Hibis-Tempel,einziges architektonisches
Zeugnis der persischen Besatzung von Ägypten, die christliche
Totenstadt Bagawat (8-17 Uhr, Eintritt).
Die Nekropole mit Hunderten von Gräbern wurde im 5. Jh. am Hang
eines Hügel angelegt.
Die Wände mancher Gräber sind mit Szenen aus dem Alten
und dem Neuen Testament bemalt.

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